Englandfahrt der Klassenstufe 9

 
Am frühen Freitagmorgen, dem 19.06.2026, um 4 Uhr starteten 46 Schülerinnen und Schüler  mit 4 Begleitpersonen ihre Reise in einem nagelneuen, sehr komfortablen Reisebus in Richtung Calais. Die Fahrt verlief harmonisch und staufrei und so erreichten wir den Fährhafen pünktlich. Auch die dortigen Kontrollen konnten reibungslos und zügig absolviert werden, und spätestens auf der Fähre stellte sich bei allen große Vorfreude auf spannende, erlebnisreiche und beeindruckende Tage auf der Insel ein.  Bei strahlendem Sonnenschein -wenn „Hugo-Ball-Engel“ reisen 😊 – zeichnete sich die wunderschöne Kreideküste schon bald am Horizont ab und nach gut einer Stunde war der Ärmelkanal überquert. Wie beruhigend, dass unser Busfahrer Matthias den Linksverkehr spielend beherrschte und uns am frühen Abend sicher an unserer Unterkunft in London Heathrow absetzte. 

Am Samstag standen nach einem full English breakfast (zumindest bot unser Hotel hierzu alle Möglichkeiten) bereits zwei große Highlights auf dem Programm: Zunächst die „Seven Sisters“ (schneeweiße Kreidefelsen an der Südküste).  Anfangs noch etwas in Nebel gehüllt, riss während unserer kleinen Wanderung über die grünen Wiesen auf den Klippen der Himmel doch noch auf und ermöglichte grandiose Ausblicke über die weißen Felsen auf das blaue Meer. Wir wären gerne noch geblieben, doch am Nachmittag ging es entlang der Küste Richtung Westen, das englische Seebad Brighton war unser zweites Ziel.  Was für eine wunderschöne geschichtsträchtige Stadt mit kleinen verwinkelten Gässchen, schmucken alten Häusern, sodass man sich fühlte, als wäre man in eine andere Zeit eingetaucht.  In Kleingruppen unterwegs konnten viele unvergessliche Eindrücke erhascht werden; und natürlich übte der Brighton Pier, die berühmte, weit ins Meer ragenden Seebrücke, mit ihren zahlreichen Geschäften und Animationsmöglichkeiten, eine große Anziehungskraft auf die Schülerinnen und Schüler aus. Nicht zuletzt lockte der Kiesstrand zumindest zum Strandbaden.

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag sollten wir die Wahrzeichen Londons endlich aus der Nähe bewundern können: vormittags bei der Stadtrundfahrt in „unserem“ Bus mit Mathias (der uns durchlotste, als würde er diese Weltstadt wie seine Westentasche kennen) und am Nachmittag dann in Kleingruppen zu Fuß. So passierten wir z.B. die St. Pauls Cathedral, überquerten die Tower Bridge und die Millenium Bridge und erspähten viele weitere Sehenswürdigkeiten bereits am Vormittag.  Beim anschließenden Spaziergang bestaunten wir das London Eye von der gegenüberliegenden Seite der Themse, standen am Fuße des Big Ben und der Westminster Abbey; einige konnten sogar eine Wachablösung in White Hall live erleben. Wir schlenderten die Downing Street entlang, vorbei an der Residenz des Premierministers in „Nr. 10“, marschierten weiter zum Trafalgar Square und schließlich nach Covent Garden, dem berühmten Kultur- und Vergnügungsviertel Londons. Die freie Zeit dort haben alle begeistert genutzt, um Straßenkünstler zu bewundern, zum Shoppen oder einfach nur zum Sammeln weiterer Eindrücke.

 

 

 

Zum Abschluss des Tages verließen wir London, um der Stadt Windsor einen Besuch abzustatten.  Als erstes passierten wir den sehr originellen und schmucken Bahnhof, bevor uns Windsor Castle in seiner ganzen Pracht in der Abendsonne begrüßte. Ein Empfang in der Residenz der britischen Königsfamilie war leider nicht möglich, King Charles hatte andere Verpflichtungen 😊. Also wurde die Zeit genutzt, um durch die Altstadt zu flanieren, sich kulinarisch zu stärken oder das ein oder andere Souvenir zu erstehen.

Mit unzähligen, wertvollen Eindrücken kehrte die Gruppe glücklich ins Hotel zurück, um die planmäßige Bettruhe einzuhalten, schließlich stand am Montag ein weiterer spannender Tag an: Nach Greenwich zu Fuß durch den Tunnel unter der Themse.

Ein etwas beklemmendes Gefühl beschlich so manche, als es über rund 100 Treppenstufen in die Tiefe ging und man durch einen schmalen Fußweg diszipliniert auf einer – der linken - Seite möglichst still die rund 370 m hinter sich bringen musste, bevor am anderen Ufer die Stufen wieder erklommen wurden, um - als ersten Eindruck - die „Cutty Sark“ (ein historisches britisches Segelschiff, heute ein Museum) zu bewundern.  Durch den weitläufigen Greenwich Park spaziert, einen für uns Pfälzer eher kleinen Hügel erklommen, und schon waren wir am Greenwich Royal Observatory angekommen, wo sich auch der Null-Meridian befindet.

Die Aussicht auf London ist hier grandios – man wird sich, wie bereits am Vortag. der extremen Kontraste zwischen geschichtsträchtigen und modernen Gebäuden mit einzigartiger Architektur bewusst und kommt aus dem „Bauklötze“-Staunen nicht mehr heraus.

Bevor wir wieder in die Tiefe des Greenwich Foot Tunnels zurückkehrten, war noch genügend Zeit, dem Greenwich Market einen Besuch abzustatten, wo u.a. Kunsthandwerker und Designer ihre Produkte verkaufen, aber auch ein vielfältiges Streetfood-Angebot zum Schlemmen einlädt.

Der Nachmittag stand schließlich im Zeichen von  „Shopping in der Oxford Street“. Vom Hyde Park aus zu Fuß konnten die Schülerinnen und Schüler in die unendliche Vielfalt von Shops und Stores einzutauchen und einmal mehr erkennen, was diese Weltstadt auch in diesem Sektor alles zu bieten hat. Auf die Besichtigung des Parks oder einen Spaziergang dort haben die meisten zugunsten der Shoppingmeile verzichtet. 

Ein letzter Abend in der Nähe des Flughafens mit Starts und Landungen im Minutentakt konnte im Hotel nochmals genutzt werden, um die riesigen Flugzeuge gefühlt nur wenige Meter an den Fenstern vorbeifliegend zu bestaunen. 

Schließlich starteten wir am Dienstagmorgen in aller Frühe unseren Heimweg, bepackt mit Lunchpaketen aus dem Hotel, müde aufgrund der kurzen Nacht aber glücklich über all das Erlebte.  Nach der erneut sehr schönen und beeindruckenden Fährüberfahrt (dieses Mal konnte man die Kreidefelsen der französischen Küste bewundern) und einem langen Tag im Bus konnten gegen 21:30 Uhr alle wohlbehalten von ihren Eltern in Empfang genommen werden.

Auch ich war glücklich und dankbar, als weitere Betreuungsperson viele unvergessliche Eindrücke sammeln zu können, und werde die schönen, oft lustigen und auch wertvollen zwischenmenschlichen Begegnungen in bester Erinnerung behalten. Herzlichen Dank dafür!

 

Text und Bilder: Iris Joas