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Home Archiv Einladung zur Theateraufführung "Arsen und Spitzenhäubchen"

Einladung zur Schultheateraufführung

Theater-AG des Hugo-Ball-Gymnasiums zeigt „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring

Die Vorführung findet am am Montag, den 3. November 2008 um 19 Uhr in der Festhalle statt.

plakat-Homepage-KopieVor rund zwei Jahren entschieden sich die Schüler der neuen Theater AG von Herrn Mohr den Klassiker des schwarzen Humors „Arsen und Spitzenhäubchen“ einzustudieren, der vielen in erster Linie in der Filmversion bekannt ist.

Mit viel Elan machte sich die junge Truppe an die Arbeit. Schnell zeigte sich, dass auch – oder gerade – eine Komödie hohe Ansprüche an die schauspielerische Leistung ihrer Akteure stellt. Nach vielen Arbeitstreffen, durchprobten Wochenenden und einer rundum gelungenen Theaterfahrt ist es nun soweit: das Lampenfieber steigt, die Aufführung steht vor der Tür.

Das Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ verspricht einen kurzweiligen Theaterabend. Die äußerst „wohltätigen” Tanten Abby und Martha Brewster sowie ihre Verwandtschaft verkörpern augenscheinlich das perfekte Bild einer amerikanischen Familie. Zwar fällt der eine Neffe, Teddy, der glaubt Präsident Roosevelt zu sein, etwas aus dem Rahmen und der andere, Jonathan, ist verschwunden. Jedoch ist der dritte, Mortimer, ganz normal, auch wenn einigen sein Job als Theaterkritiker missfällt.

Doch jede Familie hat so ihre kleinen Geheimnisse und Kuriositäten und im Falle der Familie Brewster trifft der Spruch: „Die haben bestimmt ein paar Leichen im Keller” im wahrsten Sinne des Wortes zu.

Denn eines Tages findet Mortimer in der Sitzbank die Leiche eines älteren Herrn. Als seine Tanten ihm dann auch noch erzählen, dass elf weitere im Keller lägen und das Vergiften von Männern, um diese von ihrer Einsamkeit zu erlösen, zu ihren „Wohltätigkeiten” zählen würde, ist der arme Mortimer völlig aus dem Häuschen und versucht, die Morde bestmöglich zu vertuschen.

Zu allem Übel taucht dann auch noch der verschollen geglaubte Neffe Jonathan auf. Allerdings sieht er nach einigen Schönheitsoperationen nun wie Frankensteins Monster aus und er bringt gleich noch seine „rechte Hand” Doktor Einstein sowie eine weitere Leiche mit. Einige unfähige Polizisten sowie Mortimers Verlobte machen das Chaos perfekt und bringen ihn an den Rand der Verzweiflung.

So ist „Arsen und Spitzenhäubchen“ vor allem als Komödie bekannt geworden. Doch hat das Stück von Joseph Kesselring einiges mehr zu bieten. Bitterböse wird hier die amerikanische Gesellschaft mit ihren Wertvorstellungen aufs Korn genommen: Man befördert jemanden mildtätig ins Jenseits und achtet vor allem darauf, dass er gemäß seiner religiösen Vorstellungen korrekt beerdigt wird. Das Theater wird dagegen als moralisch höchst fragwürdige Anstalt vom guten amerikanischen Bürger argwöhnisch beäugt. Einen Tag vor der Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten gewährt diese Aufführung sicher einen amüsanten, aber auch ungewohnten Blick auf die USA.

Michelle Nußbaum / Christoph Mohr