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„Der ganze Ort - ein Flammenmeer…!“

Theater-Wochenende in Saarbrücken

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Unsere Theatergruppe
Die Theater-AG der siebten und achten Klasse, unter der Leitung von Miryam Mäurer und Christoph Mohr, verbrachte das Wochenende vom 06.-08.06.2008 in Saarbrücken. Ein Raum einer Jugendherberge lieferte den geeigneten Ort, um Joseph Kesselrings Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ einzustudieren. Gleich nach der Ankunft in der Jugendherberge wurde die „Bühne“ abgesteckt, das Set des Stückes geklärt und die Schauspieler direkt auf die Bühne gebeten.

Die Theater-AG der siebten und achten Klasse, unter der Leitung von Miryam Mäurer und Christoph Mohr, verbrachte das Wochenende vom 06.-08.06.2008 in Saarbrücken. Ein Raum einer Jugendherberge lieferte den geeigneten Ort, um Joseph Kesselrings Komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ einzustudieren. Gleich nach der Ankunft in der Jugendherberge wurde die „Bühne“ abgesteckt, das Set des Stückes geklärt und die Schauspieler direkt auf die Bühne gebeten.

Am nächsten Tag wurde direkt nach dem Frühstück mit dem Proben begonnen. Proben, proben, proben war das Motto des ganzen Tages. Immer wieder wurde an einzelnen Szenen, manchmal auch nur an einzelnen Sätzen, gefeilt. So etwa am Ausspruch einer Figur, die als Dramatiker debütieren möchte und dramatisch „Der ganze Ort  - ein Flammenmeer…!“ zum Besten gibt. Abends fuhr die Gruppe zur Entspannung ins Kino in die Stadt.

Der Sonntag war ebenfalls von Arbeit geprägt. Vor allem der erste und dritte Akt wurden intensiv gespielt. Nach dem Mittagessen hieß es jedoch schon wieder Koffer packen und auf zum Bahnhof.

Abschließend kann gesagt werden, dass an diesem Wochenende Vieles geschafft wurde, doch bis zur Aufführung im November ist es noch ein weiter Weg, aber vor allem Arbeit und natürlich jede Menge Spaß.

M. Mäurer/ C. Mohr

Theater-AG des Hugo-Ball-Gymnasiums zeigt „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring am Montag, den 3. November 2008 um 19 Uhr in der Festhalle

Vor rund zwei Jahren entschieden sich die Schüler der neuen Theater AG von Herrn Mohr den Klassiker des schwarzen Humors „Arsen und Spitzenhäubchen“ einzustudieren, der vielen in erster Linie in der Filmversion bekannt ist.

Mit viel Elan machte sich die junge Truppe an die Arbeit. Schnell zeigte sich, dass auch – oder gerade – eine Komödie hohe Ansprüche an die schauspielerische Leistung ihrer Akteure stellt. Nach vielen Arbeitstreffen, durchprobten Wochenenden und einer rundum gelungenen Theaterfahrt ist es nun soweit: das Lampenfieber steigt, die Aufführung steht vor der Tür.

Das Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“ verspricht einen kurzweiligen Theaterabend. Die äußerst „wohltätigen” Tanten Abby und Martha Brewster sowie ihre Verwandtschaft verkörpern augenscheinlich das perfekte Bild einer amerikanischen Familie. Zwar fällt der eine Neffe, Teddy, der glaubt Präsident Roosevelt zu sein, etwas aus dem Rahmen und der andere, Jonathan, ist verschwunden. Jedoch ist der dritte, Mortimer, ganz normal, auch wenn einigen sein Job als Theaterkritiker missfällt.

Doch jede Familie hat so ihre kleinen Geheimnisse und Kuriositäten und im Falle der Familie Brewster trifft der Spruch: „Die haben bestimmt ein paar Leichen im Keller” im wahrsten Sinne des Wortes zu.

Denn eines Tages findet Mortimer in der Sitzbank die Leiche eines älteren Herrn. Als seine Tanten ihm dann auch noch erzählen, dass elf weitere im Keller lägen und das Vergiften von Männern, um diese von ihrer Einsamkeit zu erlösen, zu ihren „Wohltätigkeiten” zählen würde, ist der arme Mortimer völlig aus dem Häuschen und versucht, die Morde bestmöglich zu vertuschen.

Zu allem Übel taucht dann auch noch der verschollen geglaubte Neffe Jonathan auf. Allerdings sieht er nach einigen Schönheitsoperationen nun wie Frankensteins Monster aus und er bringt gleich noch seine „rechte Hand” Doktor Einstein sowie eine weitere Leiche mit. Einige unfähige Polizisten sowie Mortimers Verlobte machen das Chaos perfekt und bringen ihn an den Rand der Verzweiflung.

So ist „Arsen und Spitzenhäubchen“ vor allem als Komödie bekannt geworden. Doch hat das Stück von Joseph Kesselring einiges mehr zu bieten. Bitterböse wird hier die amerikanische Gesellschaft mit ihren Wertvorstellungen aufs Korn genommen: Man befördert jemanden mildtätig ins Jenseits und achtet vor allem darauf, dass er gemäß seiner religiösen Vorstellungen korrekt beerdigt wird. Das Theater wird dagegen als moralisch höchst fragwürdige Anstalt vom guten amerikanischen Bürger argwöhnisch beäugt. Einen Tag vor der Wahl des neuen amerikanischen Präsidenten gewährt diese Aufführung sicher einen amüsanten, aber auch ungewohnten Blick auf die USA.

Michelle Nußbaum / Christoph Mohr