„Jugend debattiert“ am Hugo-Ball-GymnasiumDer Schülerwettbewerb wurde auf Initiative und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau 2002 erstmals durchgeführt. Im Mittelpunkt steht ein bundesweiter Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treten in zwei getrennten Altersgruppen an (Altersgruppe I: Klassen 8 -10, Altersgruppe II: Jahrgangsstufen 11 - 13). Ziel von „Jugend debattiert“ ist es, kommunikative Fähigkeiten zu stärken, die politische Urteilsbildung zu verbessern und mehr Sicherheit im Auftreten bei Prüfung und Bewerbung zu geben.
Das Projekt wird auf Bundesebene finanziert und getragen. Vier große Stiftungen fördern das Projekt bundesweit: die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung übernimmt die Durchführung des Projektes. Kooperationspartner sind die Kultusministerien und die Kultusministerkonferenz der Länder. Das Hugo-Ball-Gymnasium gehört seit dem Schuljahr 2006/07 dem Regionalverbund Kaiserslautern an und nimmt seitdem an „Jugend debattiert“ teil. Beireits die erste Teilnahme war erfolgreich: Unsere damalige Oberstufenschülerin Isabel Winnwa wurde nicht nur Regional-, sondern auch Landessiegerin! Die Schülerinnen und Schüler werden am Hugo-Ball-Gymnasium primär im Deutschunterricht auf den Wettbewerb von den „Jugend debattiert“-Lehrern Runa Doster und Sascha Staab vorbereitet. Dabei lernen die Schüler, dass eine Debatte ein Gespräch nach festen Regeln zur Beantwortung einer Entscheidungsfrage ist. Entscheidungsfragen sind Fragen, auf die man nur mit Ja oder Nein antworten kann. Wer mit Ja antwortet, spricht sich für das Gefragte aus (= Position „pro“). Wer Nein sagt, wendet sich dagegen (= Position „contra“). Nicht jede Entscheidungsfrage löst gleich eine Debatte aus. Geht es jedoch um Fragen, bei denen die Antwort viele Menschen betrifft oder nicht sofort auf der Hand liegt (z. B. „Soll die Regierung die Steuern senken?“), lohnt es, zu debattieren. Genauso bedeutsam wie die Antwort ist in Debatten die Begründung. Erst aus der Begründung der Antwort wird deutlich, was für die Antwort spricht. Die Schüler erkennen während des Debattierens außerdem, dass man durchaus verschiedener Meinung sein kann und dass es stets gestattet ist, auch Nein sagen und im Nein bleiben zu dürfen. Im Wettbewerb wird nicht bewertet, welche Position (pro oder contra) die Redner in der Debatte eingenommen haben; die Juroren beurteilen Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die vier Kriterien ermöglichen, Stärken und Schwächen differenziert zu benennen. Jeder Schüler erfährt, worin er sich noch üben kann. Was schon gelingt, wird direkt gelobt. 2007 wurde Isabel Winnwa vom HBG Regional- und Landessiegerin bei „Jugend debattiert"Der Preis für RegionalsiegerIn jedem Regionalverbund gewinnen vier Schülerinnen und Schüler (die beiden Besten jeder Altersgruppe) ein dreitägiges Seminar mit professionellen Trainern von „Jugend debattiert“. Daran nehmen alle Siegerinnen und Sieger der Regionalverbünde des jeweiligen Landes teil. Das Seminar ist zugleich Vorbereitung auf den Landeswettbewerb. Der Preis für LandessiegerAus jedem Bundesland gewinnen vier Schülerinnen und Schüler (die beiden Besten jeder Altersgruppe) ein dreitägiges Seminar mit professionellen Trainern auf der Burg Rothenfels am Main, das zugleich auf den Bundesentscheid in Berlin vorbereitet. Der Preis für BundessiegerDie besten Zwölf des Bundeswettbewerbes (d.h. Platz 1-6 aus jeder Altersgruppe) gewinnen eine gemeinsame Akademiewoche in Kloster Volkenroda in Thüringen mit rhetorischer Einzelberatung, Gesprächen mit Prominenten und Exkursionen. Bundessieger werden außerdem in das Netz der Ehemaligen („Jugend debattiert-Alumni“) aufgenommen. Bundessieger der Altersgruppe II (Platz 1- 6) werden zur Aufnahme in die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen.
weitere Informationen unter: www.jugend-debattiert.de |